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Bedenkenloser Entwurf: Ein Verlag und seine Huser (en Alemán)
Última Unidad
$ 51.438Am Hamburger Harvestehuder Weg entfaltet sich ein architektonisches Panorama von seltener Dichte. Hier, direkt an der Auenalster, hat die Ganske Verlagsgruppe ihren Sitz inmitten einer Reihe prgnanter Gebude, deren Erbauer, Bewohner, Fassaden und Rume eine Vielzahl von Geschichten erzhlen.
Whrend die Namen vieler Verlagsautoren, etwa Heinrich Heine oder Siegfried Lenz, lngst zum kulturellen Gedchtnis gehren, sind die Architekten dieser Huser im Allgemeinen deutlich weniger bekannt. Zu Unrecht, denn unter ihnen finden sich bedeutende Entwerfer ihrer Zeit.
So etwa Jean-David Jollasse, eine feste Gre der Hamburger Kulturelite zur Mitte des 19. Jahrhunderts, dessen wei getnchte Villen bis heute das Stadtbild prgen. Auch einer der seltenen Entwrfe von Manfred Semper ist hier zu finden, jenem Architekten und Nachlassverwalter seines Vaters Gottfried Semper, dem Schpfer der Dresdner Semperoper. Gleich nebenan steht ein Bau von Martin Haller, dem Architekten der Laeiszhalle, des Dovenhofs und des Hamburger Rathauses. An der Auenalster entwarf er ein Haus fr die Kaufmannsfamilie Krogmann und schuf dabei ein architektonisches Spannungsfeld zwischen italienischem Humanismus, hanseatischer Zurckhaltung und einem Zeitgeist, der zunehmend von nationalen Ideen geprgt war. Auch der Rheinlnder Emil Fahrenkamp hinterlie an der Alster seine Handschrift: In roten, nchternen Klinker gehllt, entwarf er eine sachliche Villa fr den Leiter der Rhenania Ossag AG, dem deutschen Zweig des Shell-Konzerns.
Vollendet wurde das Ensemble in den 1980er-Jahren durch Jochem Jourdan, der gemeinsam mit seinem langjhrigen Freund, dem Landschaftsarchitekten Gustav Lange, die historische Husergruppe vor Abriss und tiefgreifendem Umbau bewahrte. Gemeinsam schufen sie aus dem Vorgefundenen eine arkadische Situation inmitten der Stadt.
Helene Peters und Emil Brechenmacher begeben sich auf einen historischen Streifzug. Vom 19. Jahrhundert ber das Neue Bauen bis in die Gegenwart sammeln sie an der Auenalster Zeugnisse hanseatischer Baukultur, deutscher Verlagsgeschichte und historischer Stadtentwicklung.
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